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Frühjahrsmüdigkeit- Tipps gegen das große Gähnen

Jetzt steht man seit Wochen  in den Startlöchern, hat die Winterjacke und die dicken Pullover satt, sehnt sich den Frühling herbei- doch sobald die Sonnenstrahlen intensiver werden und die Temperatur akzeptable Werte erreicht, stellt sich das große Gähnen ein.  Frühjahrsmüdigkeit! Warum und was tun? Hier ein paar Tipps.


Vorab: die Ursache der Frühjahrsmüdigkeit ist noch immer nicht endgültig geklärt. Es wird jedoch vermutet, dass dieses Phänomen vor allem mit den veränderten Lichtverhältnisssen zu tun hat. Die Umstellung von der lichtarmen zur hellen Jahreszeit bringe wohl auch die Hormone in eine Schieflage, so die Wissenschaftler.  Die im Frühjahr wachsenden Lichtreize fördern die Produktion des stimmungsaufhellenden Hormons Seratonin, während der Körper gleichzeitig noch mit einem reichlichen Angebot an Melatonin zu tun hat. Melatonin- auch ‘Dunkelhormon’ genannt- ist für den Schlaf-/ Wachrhythmus zuständig, sorgt für innere Ruhe und hilft uns über den Winter.  Ein Zuviel davon macht allerdings schläfrig und müde. Nun trifft auf dieses in den letzen Monaten  reichlich produzierte und noch immer üppig im Körper vorhandene Melatonin plötzlich ein ordentlicher Schwung Serotonin, das durch die wachsenden Lichtreize vermehrt gebildet wird. Serotonin ist ein willkommener Gast, sorgt es doch für Stimmungsaufhellung und gute Laune. Nur: die beiden konkurrieren jetzt gegeneinander im Körper. Das ist letzterem einfach zu viel und er macht erst mal schlapp. Müde, schlafen, Ruhe haben wollen.

Was tun?


Sich mental der Jahreszeit anpassen. Es wird Frühling, also raus aus dem Winterschlaf! Joggingschuhe rausholen und laufen. Bewegung an der frischen Luft kann Wunder wirken- vor allem tagsüber. Nordic Walking oder flottes Spazieren gehen tun es auch, Hauptsache: Bewegung! Und möglichst viel Licht tanken- dann baut sich Melatonin leichter und rascher ab.

Den Tagesrhythmus anpassen: nicht mehr bis in die Puppen lesen oder TV gucken, sondern früh ins Bett und früh wieder raus. So schöpft man am meisten Licht aus dem Angebot des Tages.

Sich verabschieden vom tröstlichen fetten Essen, den Chips und der Tafel Schoki am Abend. Leichtes, frisches und vitaminreiches Essen ist jetzt angesagt. Mit Obst und Gemüse füllt man die leeren Speicher auf und macht den Vitamin- und Mineralstoffmangel des Winters wett. Dabei die Tagesration besser in fünf Portionen teilen als in drei. Zu viel auf einmal macht schlapp, und genau dagegen möchten wir ja angehen.

Wechselduschen machen einem endgültig klar, dass die Couch-Potatoe-Phase vorbei ist: sie regen den Kreislauf an und sorgen nebenbei für gute Laune. Immer kalt abschließen und mit der Temperatur anfangs nicht über- bzw. untertreiben, vor allem nicht bei hohem Blutdruck! Bürstenmassagen tun übrigens auch gut,  immer  zum Herzen hin. Vertreiben, nebenbei gesagt, auch Cellulite, falls sich welche breit machen möchte.

Gegen schlechte Laune, Gereiztheit und Abgeschlagenheit helfen im Übrigen soziale Kontakte. Einfach jemanden anrufen , mit dem man sich wohl fühlt und ein, zwei heitere Stunden genießen- am besten im Freien- und man hat seiner Frühjahrsmüdigkeit ein weiteres Schnippchen geschlagen. Reden und Lachen wirken nämlich wunderbar gegen Frühjahrsmüdigkeit!

Alles in allem:

Frühjahrsmüdigkeit ist ein natürlicher Vorgang, von dem gut die Hälfte aller Menschen betroffen sind. Ausschlaggebend ist, wie so oft, der Wille und Entschluss, etwas dagegen zu tun. Das A&O besteht hier darin, sich selbst zu motivieren und aktiv zu werden. Dann steht einem herrlichen Frühling auch kein großes Gähnen mehr im Weg!

Übrigens…

Falls sich die ‘Frühjahrsmüdigkeit’ mit diesen Maßnahmen nicht vertreiben lässt und über längere Zeit andauert, ist sie womöglich gar keine. Dann könnte es sich auch um eine handfeste Depression, eine Schilddrüsenstörung oder Ähnliches handeln. In diesem Fall bitte unbedingt zum Arzt, bevor wertvolle Zeit verloren geht!

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