Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs
Seit Oktober 2006 ist die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs auf dem deutschen Markt. Viele junge Mädchen nutzen diese Chance ihr Krebsrisiko zu vermindern. Doch das Krebsrisiko ist nicht zu hundert Prozent gebannt und die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs ersetzt nicht die regelmäßige Vorsorge beim Gynäkologen.
Die Schutzimpfung gegen Gebärmutterhalskrebs wird seit drei Jahren in Deutschland angeboten und von den Krankenkassen finanziert. Schätzungsweise 500.000 Mädchen zwischen dem 12. Und 18. Lebensjahr haben sich im Jahr 2008 gegen das Papiloma-Virus impfen lassen.
Die Impfung besteht aus drei Einzeldosen des Impfstoffes Gardasil oder Cervarix, die innerhalb von sechs Monaten in den Oberarm injiziert werden. Der Impfstoff richtet sich aber nur gegen bestimmte Typen der Papiloma-Viren, von denen rund 70 Prozent der bösartigen Tumore ausgelöst werden. Aus diesem Grund ist die gynäkologische Vorsorgeuntersuchung mittels Zellabstrich vom Muttermund weiterhin unverzichtbar. Regelmäßige Vorsorge und eine Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs können so im Zusammenspiel das Krebsrisiko erheblich senken.
Die Impfung wir nur für Mädchen zwischen dem 12. und 18. Lebensjahr angeboten, da die Impfung nur Frauen Schutz bietet, die noch nicht sexuell aktiv und somit noch nicht mir dem Virus in Kontakt gekommen sind. Das Virus wird primär durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen. Nach einer Infektion kann das Virus über mehrere Jahre hinweg inaktiv bleiben und erst spät zu abnormem Gewebswachstum führen.
Eine neue Studie zu den Nebenwirkungen aus den USA hat gezeigt, dass schwere Nebenwirkungen wie Ohnmachtsanfälle, Blutgerinnsel, starke allergische Reaktionen oder Autoimmunstörungen in etwa sechs Prozent der gemeldeten Verdachtsfälle aufgetreten sind. Diese Ergebnisse sind jedoch denen anderer Impfstoffe ähnlich.
Ein Beratungsgespräch mit dem behandelnden Gynäkologen kann bei Unsicherheiten Klarheit schaffen und klärt über Risiken und Nutzen der Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs auf.