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Pollenallergie- Symptome, Ursache und Behandlung

Nach Aussage des Deutschen Wetterdienstes sind mehr als 12% der Deutschen allergisch gegen Pollen- mit zunehmender Tendenz. Dabei haben die allergischen Symptome wie Niesen, Augenbrennen und Atemnot bei 95% der Pollenallergiker ihre Ursache in sechs Blütenpollen:  Hasel, Erle, Birke, Süßgräser, Roggen, Beifuß und Ambrosia. Bei einer Pollenallergie reagieren die Betroffenen oftmals nicht nur auf einen, sondern auf mehrere dieser Auslöser empfindlich.


Bei der  Pollenallergie, allgemein auch Heuschnupfen genannt, entleeren die Befruchtungszellen der Pflanzen ihren Inhalt auf der Schleimhaut des Menschen. Die  Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst weist darauf hin, dass etwa jeder dritte Pollenallergiker ein Pollenasthma entwickelt, falls der Heuschnupfen ohne Behandlung bleibt. Es sei wichtig, den oder die exakten Auslöser der Allergie zu kennen, um gezielt vorbeugen und therapieren zu können.  Dazu kann man einen Haut- oder Bluttest beim Arzt durchführen lassen. Beim Hauttest wird eine winzige Menge des vermuteten Allergieextraktes in die Haut injiziert. Bildet sich innerhalb von zwanzig Minuten eine Quaddel auf der Haut, so beweist dies eine bestehende Allergie. Beim Bluttest (“RAST”) dagegen werden im Blut  Antikörper gegen den Blütenstaub nachgewiesen.

Symptome

Die Symptome bei Heuschnupfen betreffen vor allem die Augen (Tränen, Brennen, Jucken, Bindehautentzündung), die Nase (Fließschnupfen oder verstopfte Nase, Jucken, trockene Nase und Niesen), den Bronchialbereich (Halsschmerzen, Husten, Kratzen im Hals) und die Haut (Rötungen und Schwellungen). Auch Kopfschmerzen, allgemeine Abgeschlagenheit, Fieber und Schlafstörungen können auf eine Pollenallergie zurückzuführen sein. Längere Regenphasen dämmen die Symptome oftmals auch während der Saison vorübergehend ein.

Ausgelöst werden allergischen Symptome durch eine Abwehrreaktion des Immunsystems auf die an sich harmlosen Blütenpollen. Patienten mit einer Pollenallergie bilden Abwehrstoffe (Antikörper) gegen diese sogenannten Allergene. Treffen nun die Blütenpollen auf die Antikörper in Augen, Nase und Bronchien, so führt dies  zu den beschriebenen Symptomen.

Vorbeugung und Behandlung

Wem seine Pollenallergie bereits bekannt ist, der hat die Möglichkeit, sie vorbeugend mit Dinatrium cromoglycicum zu behandeln. Bei Einnahme dieses Mittels wird verhindert, dass bei der Antikörperreaktion Histamin freigesetzt wird. Histamin ist der Stoff, der für die Reizung des Gewebes bei der allergischen Reaktion verantwortlich ist.

Ebenfalls vorbeugend kann sich der Patient einer Spezifischen Immuntherapie unterziehen.  Bei dieser Therapie, auch Hyposensibilisierung oder Desensibilisierung genannt, werden Allergene in zunehmender Konzentration unter die Haut gespritzt, um die Bildung von Schutzantikörpern anzuregen. Die Spezifische Immuntherapie muss vor Beginn der Pollensaison begonnen werden, kann aber auch noch während der Saison mit verminderter Konzentration fortgeführt werden. Für Kinder oder Personen mit einer Aversion gegen Injektionen besteht die Möglichkeit, die Behandlung als sublinguale Immuntherapie durchzuführen: hierbei werden die konzentrierten Allergene oral eingenommen.

An diesem Punkt setzt auch die Behandlung mit Antihistaminika an. Diese Präparate verhindern die Wirkung des Histamins, wenn die Abwehrreaktion des Körpers bereits eingesetzt hat. Nach Aussage des Polleninformationsdienstes ist bei Einnahme der heute verfügbaren Mitteln nicht mehr mit der früher üblichen Müdigkeit als Nebenwirkung rechnen.

Kortison wird eingesetzt, wenn die Gefahr besteht, dass chronische Entzündungen weitere Schäden im Organismus anrichten. Obwohl Kortison ein körpereigenes Hormon der Nebennierenrinde ist, kann es bei länger andauernder Einnahme zu unerwünschten Nebenwirkungen wie Wasseransammlungen oder Entkalkung führen. Diese scheinen bei der Einnahme in Form von Spray oder Salbe geringer zu sein als bei anderen Verabreichungsformen wie der Injektion.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird eine Pollenallergie auch mit Akupunktur behandelt. Dabei soll das Immunsystem des Körpers wieder ins Gleichgewicht gebracht werden und die Abwehrkraft der Lunge gestärkt werden. Es gibt Hinweise, dass diese Behandlung der immunaktivierenden Punkte sowie des Allergiepunktes im Körper nach acht Sitzungen eine merkliche Besserung der Symptomatik erzielen kann.

Im Alltag kann das Anbringen von Pollenschutzgittern für Allergiker hilfreich sein. Für das Auto gibt es spezielle Pollenfilter. Außerdem sollte man darauf achten, eher nachts als tagsüber zu lüften, da Blütenpollen vor allem tagsüber unterwegs sind.

Pollenflug-Vorhersage

Es ist sehr hilfreich, über den aktuellen Pollenflug informiert zu sein, da man die Einnahme seiner Medikamente dadurch gezielt auf die Gefährdung abstimmen kann. Die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst arbeitet mit dem Deutschen Wetterdienst zusammen und stellt hier aktuelle Informationen über den momentanen Pollenflug bereit.

5 Kommentare

  1. Ambrosia- der "Schrecken der Allergiker" breitet sich aus | Healthy News:

    [...] gelangen dadurch gut in die Atemwege. Bereits zehn Körner pro Kubikmeter Luft können genügen, um Allergiesymptome wie Kopfschmerzen, Heuschnupfen und Asthma auszulösen- auch bei Personen, die bislang nicht [...]

  2. Akupunktur- Ganzheitliche Heilmethode ohne Chemie | Healthy News:

    [...] Hoffnung für jeden Pollenallergiker ist der Einsatz der Heilmethode bei Allergien. Erfolge kann man dabei nach etwa acht Behandlungen [...]

  3. Sabrina:

    Bald geht’s ja wieder los. Weiß jemand, ob eine Laserakupunktur, wie unter http://pollenallergie-behandlung-nach-lenk.de beschrieben, was bringt?

  4. Pollenallergie: Das Jahr 2010 wird besonders schlimm:

    [...] beeinflusst werden. Woran man erkennt, dass man auch zu den Allergikern gehört, kann man bei Healthy News nachlesen. Wichtige Tipps, um den Frühling zu überstehen: Die richtigen [...]

  5. Steffi:

    Ich kenne mich mit Akupunktur leider nicht aus. Zum Thema Blütenpollen habe ich aber viele Tipps unter Blütenpollen gefunden. Meine Schwestern hat wie auf der Seite beschrieben Ihre Allergie in den Griff bekommen. Grias eich.

    Die Steffi

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