Salbei – Gegen starke Schweißproduktion ist ein Kraut gewachsen
Schwitzen ist Teil unserer körpereigenen Klimaanlage. Jeder weiß, wie wichtig es ist, aber auch wie lästig und unangenehm es werden kann, wenn der Schweiß in Strömen fließt. Wer mit übermäßiger Schweißproduktion zu kämpfen hat, sollte sich an das bewährte Hausmittel Salbei erinnern.
Jeder Mensch schwitzt. Ungefähr drei Millionen Schweißdrüsen sorgen für Abkühlung, wenn es mal zu heiß wird. Dann wird nicht nur die Haut durch den Schweiß gekühlt, sondern auch das Körperinnere. Manche Menschen schwitzen jedoch so stark, dass es zu einer Belastung im Alltag wird. Unschöne Schweißflecken, nasse Hände, Schweißperlen auf der Stirn – sie sind nicht nur aus ästhetischen Gründen störend, sie verraten dem Gegenüber oft auch gleich, dass man aufregt und gestresst ist und vergrößern so die Unsicherheit.
Neben Behandlungsmöglichkeiten wie die äußerliche Anwendung von Aluminiumchlorid-Präparaten, das Spritzen des Nervengifts Botox zur Lähmung der Schweißdrüsen oder invasive Eingriffe, die die Schweißdrüsen reduzieren, gibt es auch eine schonende und natürliche Methode, den Schweißfluss zu stoppen.
Die schweißhemmende Wirkung des Salbeis ist seit Jahrhunderten bekannt und findet ihre Anwendung sowohl äußerlich in Form von Tinkturen und Bädern als auch innerlich durch Tee. Die ätherischen Öle des Salbeis normalisieren Schweißabsonderung der Drüsen und haben regulierende Wirkung auf das zentrale Nervensystem, das die Schweißproduktion steuert. Dadurch setzt die Wirkung des Salbeis gleichzeitig an der Produktionsstätte und an deren Steuerung an.
Besonders wirkungsvoll sind Tees oder Tinkturen aus frischem Salbei. Seine Wirkung setzt ungefähr zwischen und ersten und dem vierten Tag ein und lässt nach circa 10 Tagen nach. Er kann bei Schweißfüßen als Fußbad oder als Tee bei übermäßiger Schweißproduktion durch Aufregung oder Übergewicht verwendet werden. In Drogerien sind außerdem salbeihaltige Deodorants erhältlich.
Salbei ist durch seine schweißhemmende Wirkung eine natürliche Alternative zu chemischen Deodorants oder medizinischen Eingriffen. Er kann einfach im Garten angebaut werden und stellt somit zusätzlich zu den bereits genannten Vorteilen eine kostengünstige Möglichkeit dar, den Schweißfluss zu stoppen.