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Was ist Stress?

Stress ist zunächst einmal ein völlig normaler Zustand bzw. eine Reaktion des Körpers auf eine Gefahrensituation oder außergewöhnliche Anforderung. Durch diesen Mechanismus des Körpers ist der Mensch in der Lage, den „Feind” entweder zu bekämpfen oder zu flüchten.Insofern ist Stress eine sinnvolle Einrichtung und kann sogar motivierend sein, um eine Aufgabe zu lösen.

Entsteht jedoch- teils unbewusst- das Gefühl, der Lage nicht gewachsen zu sein, sie nicht beherrschen und kontrollieren zu können, den Anforderungen nicht gewachsen zu sein, ist einem „alles zu viel” und hat man das Gefühl, „das alles nicht zu schaffen”, so handelt es sich um die negative Form von Stress, die heute so weit verbreitet ist.

Stress entsteht also im eigenen Kopf durch die Bewertung einer Situation.

Ausgelöst wird Stress immer durch so genannte Stressoren.

Allgemein wird zwischen inneren und äußeren Stressoren unterschieden, welche wiederum differenziert werden. Die Barmer-Krankenkasse beispielsweise definiert auf ihren Seiten Stress auslösende Faktoren so:

Äußere Auslöser

Äußere Stressoren sind Alltagssituationen, die wir als unangenehm oder bedrohlich wahrnehmen, wie

  • Lärm, Klima,
  • Verkehrsstau, Wartezeiten,
  • Sorgen, Schulden,
  • Krankheiten, Schmerzen,
  • Langeweile, Kritik.

Innere Auslöser

Innere Stressoren liegen in der Erziehung begründet. Sie begünstigen die Wahrnehmung einer Situation oder Person als Stressauslöser, wie

  • zu hohe Ansprüche oder Erwartungen,
  • unerfüllte Sehnsüchte,
  • geringe Belastbarkeit,
  • Perfektionismus.

Psychisch-mentale Auslöser

Zu den psychisch-mentalen Stressoren zählen als psychische Belastung empfundene Stressoren, wie

  • Überforderung, Unterforderung,
  • unklare Zielvorgaben,
  • Leistungs-, Zeit-, Konkurrenzdruck.

Soziale Auslöser

Soziale Stressoren – vor allem am Arbeitsplatz – werden als psychosoziale Belastung wahrgenommen, wie

  • Mobbing, isoliertes Arbeiten, negatives Betriebsklima,
  • schlechtes Raumklima, belastende Arbeitszeiten.

Nun kann man einen großen Teil der Stressoren nicht einfach ausschalten. Berufliche Probleme, die Mehrfachbelastung Haushalt/ Kinder/ Beruf vor allem bei Frauen, die Sorge um die Zukunft der Kinder und um die eigene, die täglichen schlechten Nachrichten, der Sterbefall in der Familie, die Lärmbelastung am Wohnort oder die Trennung vom Partner lassen sich nicht kurz mal ausblenden.

Dabei sind es nicht nur die großen, dramatischen Ereignisse, die als Stress empfunden werden- ausschlaggebend für den Stresspegel ist nämlich das subjektive Gefühl der Hilf- und Machtlosigkeit und der Überforderung und nicht der objektive Grad der Katastrophe.

Da kann schon eine ungerechtfertigte, nebenbei fallen gelassene Kritik vom Chef den Stresspegel hochschnellen lassen, auch wenn man in objektiv viel spektakuläreren Situationen souverän die Nerven bewahrt.

Das Stressempfinden ist also eine subjektive Angelegenheit und weitgehend unabhängig vom tatsächlichen Ausmaß der prekären Situation. Ausschlaggebend ist das Empfinden, der Lage ausgeliefert zu sein und nichts tun oder entgegenhalten zu können, um sie in den Griff zu bekommen.

Daran kann man auf verschiedenen Ebenen arbeiten.

2 Kommentare

  1. Bioenergetische Analyse: Blockierte Energie freisetzen | Healthy News:

    [...] Was ist Stress? [...]

  2. Merkfähigkeit und Gedächtnistraining- Zusammenarbeit mit dem eigenen Gehirn | Healthy News:

    [...] Stress reduzieren, Pausen einlegen, Arbeit strukturieren. Das Gefühl, überfordert zu sein und vor unlösbaren Aufgaben und einem viel zu großen Berg an Problemen und/ oder Arbeit zu stehen, lässt das Gehirn streiken. Arbeit und Problembewältigung in kleine, überschaubare und machbare Portionen einteilen. Prioritäten setzen, regelmäßig entspannen und abschalten, Anstehendes jedoch nicht verdrängen- das schafft mittelfristig noch mehr Stress. [...]

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