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Was tun bei Schlafproblemen im Alter?

Viele ältere Menschen, zum Beispiel in einer Seniorenresidenz, leiden unter Schlafproblemen. Zum einen ist dies durch normale biologische Prozesse während des Alterns zu erklären, es können aber andere Gründe vorliegen, wie eine falsche Schlafhygiene oder medikamentöse Nebenwirkungen. Zu den häufigsten Schlafproblemen im Alter zählen die Schlaflosigkeit, Atmungsstörungen während des Schlafes, periodische Beinbewegungen und so genannte unruhige Beine.

Schon ab dem fünfzigsten Lebensjahr kann die absolute Schlafdauer abnehmen. Dabei ändert sich die Schlafarchitektur erheblich. Die Schlafphasen werden im Ganzen fragiler und oberflächlicher und der Schlaf-Wach-Rhythmus schwankt erheblich, da die Häufigkeit des Aufwachens zunimmt und der Tiefschlaf aber auch der REM-Schlaf weiter sinkt.

Eine Studie amerikanischer Mediziner belegt, dass gerade ältere Menschen einen ausgefüllten Tagesablauf haben sollten und dabei geistig und körperlich aktiv sein müssen. Unternehmungen aber auch Ziele und Aufgaben helfen dabei viel besser zu schlafen. Dies ist wichtig, um die innere Uhr nicht aus dem Gleichgewicht zu bringen. Im Gegensatz dazu schlafen ältere Menschen mit einem unausgefüllten und langweiligen Tagesablauf viel schlechter. Deshalb ist es unabdingbar, dass Senioren körperliche und auch gesellschaftliche Tätigkeiten am Tage  ausführen. Hierzu gehören unter anderem Wandern, Karten oder Brettspiele spielen aber auch walken und tanzen.

Kaffee kann auch die Schlafqualität verbessern

Auch Kaffee kann die Schlafqualität und das Einschlafen von älteren Menschen erheblich verbessern, wissen die Mitarbeiter der Pflegeheime in Hamburg. Vielen Menschen erscheint dies auf den ersten Blick widersprüchlich, da doch Kaffee Geist und Körper beleben soll. Dies ist aber nur bedingt richtig, wie nachfolgend beschrieben wird.

Das im Kaffee enthaltene Koffein  ist strukturell ähnlich gebaut wie der Körpereigene Stoff Adenosin, welcher im Gehirn an die Nervenzellen andockt und dafür sorgt, dass  die Ausschüttung von belebenden Nervenbotenstoffen unterbunden wird. Dadurch kann der Körper zur Ruhe kommen.

Nach dem Verzehr von Kaffee befindet sich nun aber Koffein im Blutkreislauf. Dieser dockt ebenfalls, durch seine ähnliche Struktur wie Adenosin, an die Nervenzellen des Gehirns an. Da nun diese „Andockstellen“ von dem Koffein besetzt sind, findet das Adenosin keinen freien Platz und kann nicht die Ausschüttung von den belebenden Nervenbotenstoffen verhindern. Der Körper fühlt sich dadurch weiterhin belebt und vital an.

Koffein fördert aber auch die Durchblutung des menschlichen Körpers, welche gerade bei älteren Menschen schlechter ist. Dadurch wird auch das Gehirn besser durchblutet. Dies führt dazu, dass auch das im Gehirn befindliche Schlafzentrum der Senioren besser durchblutet und dadurch aktiviert wird. Überdies hinaus senkt Koffein die Atemfrequenz, was zu einer deutlich verbesserten Schlafqualität im Alter führt.

 Es ist aber darauf zu achten, dass der Kaffee spätestens eine viertel Stunde vor der Nachtruhe genossen wird, da danach wieder die belebende Wirkung des Koffeins einsetzt. Bei bereits schlafenden Menschen verliert das Koffein seine Wirkung. Aus diesem Grund reichen auch viele Alten- und Pflegeheime ihren Bewohnern kurz vor der Nachtruhe eine Tasse Kaffee.

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