WHO stuft Schweinegrippe als Pandemie ein
Am gestrigen Donnerstag wurde die Schweinegrippe als Pandemie eingestuft. Damit befindet sie sich auf der höchsten Pandemiestufe 6, was laut WHO einen Hinweis darauf bedeutet, dass sich „eine weltweite pandemische Situation aufbaut”. Die Alarmstufe 6 wurde zuletzt im Jahr 1968 bei der Hongkong-Grippe ausgerufen, die mindestens eine halbe Million Tote forderte.
Obwohl die WHO die Ausbreitung des H1N1-Virus nun für „unaufhaltsam” hält, rechnet sie nicht mit einem raschen Anstieg schwerer und tödlicher Verlaufsfälle. In Deutschland sind mittlerweile über 100 Personen infiziert, wobei der Verlauf der Erkrankungen aus eher milden Symptomen besteht. Von den weltweit bisher ca. 28.000 Erkrankten starben mehr als 140 Menschen. Für beunruhigend hält die WHO allerdings die Tatsache, dass sich unter den Todesopfern viele junge und bisher gesunde Menschen befanden, die ansonsten kaum von einer ‚normalen’ Grippeinfektion betroffen seien. Außerdem habe sich die Verbreitung des H1N1-Virus auf der der nördlichen Halbkugel nicht verlangsamt, wie das bei den bisher bekannten Grippeviren der Fall gewesen sei. Mit ihrer Ausrufung der höchsten Alarmstufe möchte die WHO auch auf die Möglichkeit einer Mutation des jetzigen Erregers hinweisen, welcher sich schneller verbreiten und häufiger tödlich enden könne als der jetzige H1N1-Virus. Ob und wann solch eine Mutation stattfindet, ist jedoch in keiner Weise abzusehen.
Gesundheitsministerin Schmidt warnt vor ‚Panikmache’, mahnt allerdings zur Wachsamkeit. In Deutschland werde sich durch die Einstufung der Schweinegrippe als Pandemie zunächst nichts ändern. Sie forderte allerdings dazu auf, im Verdachtsfall umgehend den Arzt zu konsultieren und Vorsichtsmaßnahmen wie häufiges Händewaschen- insbesondere nach Kontakt mit Reiserückkehrern aus Risikogebieten und dem Aufenthalt in großen Menschenmengen- sowie Niesen und Husten nur mit vorgehaltenem Taschentuch (zur Vermeidung einer möglichen Tröpfcheninfektion) einzuhalten.
Unterdessen betont Jörg Hacker, Sprecher des Robert-Koch-Instituts (RKI), dass alle erforderlichen Strukturen des Nationalen Pandemieplanes bereits jetzt funktionierten. Dieser war in Deutschland im Jahr 2005 bei Ausbruch der Vogelgrippe verabschiedet worden.
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Montag, 20. Juli 2009 um 18:19
Andere Experten waren vor einer Pankimache. Siehe auch http://s267274200.online.de/archives/330
gruss
Jörg